„Räume wirken immer!“ –

Ines Reusch über gelungene Raumkonzepte

2. Juni 2021

„Räume wirken immer!“ –
Ines Reusch über gelungene Raumkonzepte

Auf die Frage, ob es sich gerade in Zeiten von Homeoffice überhaupt lohnt, über Raumgestaltung nachzudenken, sagt Raumgeberin Ines Reusch ganz klar JA, denn der physische Arbeitsplatz ist wichtig für den Menschen, weil hier alles zusammenläuft: Arbeitsleistung + Identität + Kommunikation! „Es macht einen Unterschied,“ wie die Räume gestaltet sind und es wirkt sich maßgeblich auf unser MINDSET aus. Wir dürfen nicht vergessen, dass die meisten von uns viel Zeit im Unternehmen verbringen!

„Über Geschmack lässt sich streiten, aber über STIL nicht!“

Klar, gibt es schlechtes Bürodesign, oft ist die Raumausstattung in die Jahre gekommen und aus Angst vor Veränderung oder auch vor großen Investitionen, wird dieses Thema nicht in Angriff genommen. Und oft ist auch die Frage, wo fängt man eigentlich an?

Raumgestaltung ist immer auch STORYTELLING, denn „wirkungsvolle Räume erzählen eine Geschichte“, die bestenfalls alle Sinne anspricht. Sie sollte nicht nur visuell überzeugen, sondern auch durch eine ausgewogene Akustik und Duftatmosphäre überzeugen.

Räume wirken sich auf vier wesentliche Bereiche aus:

  1. Mitarbeiter
  2. Kunden
  3. Mindset
  4. Bewerber/Fachkräfte

Das MAXIMUM kann man nur erreichen, wenn die Räume auf den Menschen abgestimmt sind. Und dabei ist die Struktur entscheidend, die dem Raumkonzept zugrunde gelegt wird. Eine Patentlösung, so Ines, gibt es allerdings nicht. Ein Raumkonzept kann nur gelingen, wenn man die Identität und Persönlichkeit des Unternehmens rüberbringt. Dabei können die Corporate Identity und das Leitbild eines Unternehmens wertvolle Grundlagen liefern, um ein Raumkonzept zu entwerfen.

3 Tipps für die Umsetzung

  1. Unternehmensidentität sichtbar machen
  2. Storytelling statt Werbung
  3. EHDA Faktoren nutzen

Wie aber findet man heraus, was die eigenen betriebliche Räume für eine Veränderung benötigen. „Einfach mal mit offenen Augen durch die Räume gehen, am besten mit der Kamera festhalten, denn die hält schonungslos fest, wo die Defizite sind.“ Oder aber, um mal den Blick von außen einzunehmen, am Wochenende die Unternehmensräume anschauen, von der anderen Straßenseite, so als würde man als fremder Besucher vorbeikommen.

Vielen Dank, liebe Ines. Das war hochspannend!